Energiesparende neue Materialtrockungsanlage
Steigende Energiepreise führen dazu, dass viele Verfahren auf den Prüfstand kommen und durch energiesparende Technologien ersetzt werden. Bretthauer hat beispielsweise etwa 350.000 Euro in eine neue Trocknungsanlage investiert, in der jetzt die verschiedensten Granulate perfekt für die Verarbeitung in den Spritzgussanlagen vorbereitet werden. Der neue Trockenlufttrockner aus dem Hause Colortronic trocknet Thermoplastgranulate und Mahlgut, unabhängig von den jeweiligen Witterungsbedingungen und des Feuchtegrades, auf für die Verarbeitung erforderliche Restfeuchtewerte. Dazu arbeiten sie nach dem Absorptionsprinzip, d. h. die Luft wird nicht nur wie mit e inem Fön erhitzt, sondern auch entfeuchtet, bevor sie durch das Material im Trocknungstrichter strömt.
Durch diese Technik können Granulate bis zu extrem niedrigen Restfeuchtewerten getrocknet werden. Die von der Trockenluft aus dem Material aufgenommene Feuchtigkeit wird vom Trocknungsmittel (Molekularsieb) in den Kammern absorbiert. Ein Mehrkammersystem garantiert dabei die kontinuierliche Trockenlufterzeugung. Denn eine Kammer oder Kammergruppe ist immer im Trocknungskreislauf eingebunden, während die andere regeneriert wird. Erst wenn der zeit- oder taupunktgesteuerte Umschaltpunkt erreicht ist, wird auf die regenerierte und abgekühlte Trocknungskammer umgeschaltet. Die mit Wasser beladene Trocknungskammer wird danach sofort energiesparend regeneriert und wartet dann im Stand-by-Betrieb auf ihren Einsatz.
„Die SPS-Steuerung der Anlage korrespondiert mit unserer Prozesssteuerung“, erklärt Vorarbeiter Jürgen Pfaff. Daher wisse der Trockner, welche Fertigungsmaschine wann welche Granulatmenge anfordere.
Minimierter Energieverbrauch durch taupunktabhängige Regenerierung-Umschaltung
„Während herkömmliche Anlagen das Material eine eingestellte Zeit trocknen, misst der neue Trockner die jeweilige Feuchte und legt daraufhin die nötige Verweildauer in der Trockenkammer fest“, so Jürgen Pfaff. „Das spart natürlich jede Menge Energie.“ Die taupunktabhängige Regenerier-Umschaltung garantiert darüber hinaus höchste Trocknungsqualität bei kleinstmöglichem Energieverbrauch. Die Umschaltung von der aktiven auf die regenerierte Trocknungskammer oder Kammergruppe erfolgt erst, wenn der vorgewählte, maximale zulässige Taupunkt erreicht ist. Automatische Motorklappen mit Fuzzy-Logik-Steuerung trennen die Trichter vom Trocknungskreislauf sobald das Material durchgetrocknet ist, gleichzeitig wird die Trocknungsheizung deaktiviert. Das minimiert auch die Belastung des Materials. Erst wenn es abkühlt ist oder ungetrocknetes, kaltes Material nachgefüllt wird, öffnet die Motorklappe wieder, und die Heizung wird aktiviert. Die auslösenden Parameter sind dabei die Lufteingangstemperatur und die Materialtemperatur im oberen Trichterbereich. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass die Materialtemperatur direkt erfasst wird. Dadurch ist eine partielle Abkühlung am Temperaturfühler ausgeschlossen. Die Motorklappe kann komplett schließen und die Heizung deaktiviert werden.













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