Neuer Umweltleitfaden
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Umweltleitfaden der
Reinhard Bretthauer GmbH
Oberste Heege
35684 Dillenburg-Frohnhausen
Tel. 02771/3005-0
Fax 02771/3005-95
Datum: 01.10.04
erstellt freigegeben
Fertigungsleitung Spritzguß 01.09.04 Geschäftsleitung 01.10.04
Inhalt
Vorwort
Allgemeine Firmeninformationen
Tätigkeiten am Standort
Organisation
Umweltauswirkungen
a. direkte Umweltaspekte
b. indirekte Umweltaspekte
Relevante Gesetze
Notfallmaßnahmen
Sonstiges
Umweltpolitik
Vorwort
Die Reinhard Bretthauer GmbH – nachstehend Bretthauer genannt- ist seit 1995 nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert. Auf Grundlage dieser Norm und in Anlehnung an die DIN EN ISO 14001 wurden die nachstehenden Umweltleitlinien festgelegt.
Mit diesen Leitlinien wollen wir uns zum Umweltschutz mit folgenden Zielen bekennen:
- Wir wollen das Ansehen unseres Unternehmens fördern und das Vertrauen in unsere Produkte und Dienstleistungen stärken.
- Wir wollen unsere Mitarbeiter motivieren und ihre Bereitschaft steigern sich voll für das Unternehmen einzusetzen.
- Wir wollen die Berücksichtigung von Umweltaspekten schon bei der Produktentwicklung.
- Wir wollen Vertrauensbildung bei unseren Geschäftspartnern, Behörden und Bevölkerung.
- Wir wollen vorhandene Ressourcen so gering wie möglich belasten und in Zukunft auf weitere Einsparmöglichkeiten analysieren.
Allgemeine Firmeninformationen
Die Firma Bretthauer hat zwei Fertigungsstätten. Der erste Standort ist in der Obersten Heege in 35684 Dillenburg-Frohnhausen / Hessen. Der zweite Standort ist in der Lauchaer Höhe 23 in 99880 Waltershausen / Thüringen.
Firmengeschichte
1955 wurde die Firma durch Reinhard Bretthauer gegründet. Produziert wurden Maschendrahtgeflechte.1964 begann mit der Produktion von Kunststoffteilen auch die Erweiterung der Fertigungshallen.1968 war der Bau der ersten Fertigungshalle am jetzigen Standort abgeschlossen.1993 begann die Produktion auch am Standort Waltershausen. In 2002 fand der Umzug der Baugruppenfertigung in neue Produktionshallen am Standort Frohnhausen statt.
Mitarbeiter
Bretthauer beschäftigt derzeit 143 Mitarbeiter in Frohnhausen und 24 Mitarbeiter in Waltershausen.
Zur Zeit befinden sich 15 Jugendliche in der Ausbildung (Stand September 2004).
Tätigkeiten am Standort Frohnhausen
- Entwicklung von technischen Kunststoffteilen
- Konstruktion und Bau von Spritzgießwerkzeugen
- Spritzgießen von technischen Kunststoffteilen aus thermoplastischen Kunststoffgranulaten.
- Herstellung von technischen Baugruppen unterschiedlichster Art
- Veredelung von Kunststoffteilen durch Drucken und Prägen
- Logistische Dienstleistungen
Tätigkeiten am Standort Waltershausen
- Spritzgießen von technischen Kunststoffteilen aus thermoplastischen Kunststoffgranulaten
- Herstellung von technischen Baugruppen unterschiedlichster Art
- Logistische Dienstleistungen
Produkte
Bretthauer liefert Produkte in folgende Branchen:
Elektroindustrie, Maschinenbau, Medizinbereich, Automotive Parts, Haushaltsgeräte, Bauwirtschaft, Freizeit.
Organisation
Für Bretthauer wurde bereits ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2000 entwickelt. Dies wurde im Organisationsbereich um die Umweltschutzrelevanten Positionen erweitert
Die Aufgaben der Mitarbeiter sind in Betrieblichen Richtlinien festgelegt. Bei Abweichungen bzw. Problemfällen berichten die Mitarbeiter an die jeweiligen Bereichsleiter. Diese klären mit Unterstützung der Sicherheitsfachkraft bzw. Umweltbeauftragten die jeweiligen Fälle. Daraufhin werden die notwendigen Maßnahmen eingeleitet. Dies führt dazu, dass das System ständig neuen Bedürfnissen angepasst und entsprechend neuester Erkenntnisse weiterentwickelt wird.
Zur Überprüfung der Einhaltung und Wirksamkeit der Bestimmungen zum Umweltschutz werden regelmäßig interne Umweltbetriebsprüfungen durchgeführt, bewertet und bei Bedarf Korrekturmaßnahmen eingeleitet.
Umweltauswirkungen
An den beiden Standorten gibt es keine genehmigungspflichtigen Anlagen nach dem Bundes Immissionsschutzgesetz (BImSchG).
Kataster
Die Umweltauswirkungen aller ökologisch relevanter Anlagen und Betriebsmittel wurden erfasst und in Kataster zusammengefasst. Dazu wurden Kriterien definiert und die betroffenen Mitarbeiter entsprechend geschult.
Direkte Umweltaspekte Einsatzstoffe
Die zugekauften Kunststoffgranulate stellen weder Gefahrstoffe noch Gefahrgüter dar.
Alle Hilfs- und Betriebsstoffe wurden, soweit es sich um Gefahrstoffe und wassergefährdende Stoffe handelt sind in einem Gefahrstoffkataster erfasst. Für die sichere und umweltgerechte Handhabung der Gefahrstoffe werden Betriebsanweisungen erstellt und die betroffenen Mitarbeiter geschult.
Abwasser
Durch den Einsatz eines geschlossenen Kühlwasserkreislaufs fallen nur sehr geringe Abwassermengen im Bereich Spritzguß sowie die üblichen Küchen- und Sanitärabwässer an.
Das in geringer Menge anfallende Kondensat aus der Kompressoranlage wird über Aktivkohle gereinigt und dann dem Abwasser zugeführt.
Die Abwässer die im Bereich Siebdruck anfallen stellen nur eine sehr geringe Belastung dar und unterliegen der Bagatellverordnung des Anhang 56 AbwV und sind somit nicht Anzeige- und Erlaubnispflichtig nach Indirekteinleiterverordnung Hessen (VGS). Darüber hinaus liegt die Einleitererlaubnis für Oberflächenwasser von der Wasserbehörde des Lahn-Dill-Kreises vor.
Eine Überprüfung des einzuleitenden Abwassers findet 1-mal jährlich durch eine staatlich anerkannte Untersuchungsstelle statt. Die Einhaltung der Grenzwerte der Prüfparameter wird dokumentiert.
Abfälle
- Abfälle (Restabfälle, Kunststoffabfälle, gemischte Materialien) werden der energetischen Verwertung zugeführt. Verpackungen (Kartonage, Folien) werden über autorisierte Fachbetriebe der Wiederverwertung zugeführt.
- Metallspäne und Metallschrott werden über Entsorgungsfachbetriebe entsorgt. Die Sammlung erfolgt in entsprechenden Containern.
- Flüssigabfälle und ölverschmutzte Betriebsmittel werden ebenfalls über Entsorgungsfachbetriebe entsorgt. Soweit möglich werden diese Abfälle zur erneuten Verwendung aufgearbeitet.
- Siedlungsabfälle (graue Tonne) werden auf der Mülldeponie des Lahn-Dill-Kreises entsorgt.
Besonders überwachungsbedürftige Abfälle (Sonderabfälle)
Sonderabfälle fallen nur in geringen Mengen an. Die Entsorgung erfolgt über einen Entsorgungsfachbetrieb.
Eine Überprüfung des Umweltamtes des Lahn-Dill-Kreises im Juli/2004 über die Einhaltung des Kreislaufwirtschafts- und des Abfallgesetz sowie die Nachweisverordnung ergab keine Unregelmäßigkeiten.
Emissionen
Schallemissionen spielen am Standort keine Rolle. Emissionen entstehen durch das Betreiben der Heizungsanlage.
Die Handhabung von flüssigen Hilfsstoffen führt im Druckbereich zur Belastung der Luft mit flüchtigen, organischen Bestandteilen. Die MAK-Werte werden eingehalten. Dies wird durch regelmäßige Messungen sichergestellt.
Indirekte Umweltaspekte
Produkte werden unter größtmöglicher Umweltschonung entwickelt, produziert und beschafft. Die Umweltentwicklungen der Produkte und Prozesse werden bereits in der Entwicklungsphase bewertet um sie auf ein Minimum zu beschränken.
Transporte / Verkehrauswirkungen
Die Firma Bretthauer verfügt über einen eigenen Fuhrpark für den Warentransport. Damit wird der überwiegende Teil des Versand im Umkreis von 100 km um den Standort Frohnhausen abgedeckt. Darüber hinaus wird der Versand mit Paketdienst und Speditionen abgewickelt. Ein Bahnanschluss besteht nicht.
Die überwiegende Zahl der Mitarbeiter erreicht den Standort mit PKW.
Relevante Gesetze und Verordnungen
Die Firma Bretthauer hat Zugriff auf die für die Firma Bretthauer umweltrelevanten Vorschriften, Richtlinien und Gesetze über die Datenbank der Firma Haufe-Arbeitsschutz, Sicherheitstechnik-Müller, eigene Datenbank.
Organisation
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Heizungsanlagen-Verordnung (HeizAnlV)
Chemikaliengesetz (ChemG)
Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
Gefahrgutverordnung Straße (GGVS)
Biostoffverordnung (BioStoffV)
Verordnung über brennbare Flüssigkeiten (VbF)
TRGS 102 – Technische Richtkonzentrationen (TRK) für gefährliche Stoffe
TRGS 402 – Ermittlung und Beurteilung der Konzentration gefährlicher Stoffe in der Luft in Arbeitsbereichen
TRGS 440 – Ermittlung und beurteilen von Gefährdungen durch Gefahrstoffe am Arbeitsplatz
TRGS 555 – Betriebsanweisung und Unterweisung nach § 20 GefStoffV
TRGS 900 – Arbeitsplatzgrenzwerte (MAK und TRK-Werte)
TRbF 110 – Läger
Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW- / AbfG)
Nachweisverordnung (NachwV)
Altölverordnung (AltölV)
Verpackungsverordnung (VerpackV)
Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)
TA-Lärm
Notfallmaßnahmen
Zur Vermeidung von Umweltschäden im Schadensfall (Unfall, Brand) existiert bei Bretthauer ein Notfallplan. Dieser wurde in Verbindung mit den zuständigen Rettungskräften erstellt. Er besteht aus Feuerwehreinsatzplan, Alarmplan, Abwasserplan und Liste der geschulten Ersthelfer.
Sonstiges
Alle Mitarbeiter werden in Umweltschutzangelegenheiten bedarfsorientiert geschult. Sie sind aufgefordert an der ständigen Reduzierung von Umweltbelastung mitzuarbeiten und zur Verbesserung des Umweltschutzes beizutragen.
Verbesserungsvorschläge zum Umweltschutz können im Rahmen des betrieblichen Vorschlagwesens eingereicht werden. Sie werden von einem Ausschuss geprüft und bewertet. Als Anreiz zur Einreichung von Vorschlägen existiert ein Prämiensystem.
Umweltpolitik
Der Umweltschutz ist ein wichtiger Bestandteil des Unternehmensleitbildes. Umweltauswirkungen werden durch Einhaltung der einschlägigen Umweltgesetze und den Einsatz umweltschonender Ressourcen auf ein Minimumm reduziert.
- Die Umweltpolitik von Bretthauer beruht auf folgenden Grundsätzen:
- Regelmäßige Überprüfung und stetige Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes
- Förderung des Umweltbewusstseins durch Unterweisung und Schulung der Mitarbeiter
- Produkte werden unter größtmöglicher Umweltschonung entwickelt, produziert, beschafft und entsorgt
- Umweltgefährdende Stoffe werden bei Bretthauer möglichst vermieden. Bei unvermeidbaren Einsatz wird durch angemessene Vorkehrungen die Gefahr einer Umweltgefährdung minimiert.
- Abfälle werden getrennt gesammelt und dem Recycling zugeführt oder von autorisierten Firmen entsorgt.
Ergreifen aller notwendigen Maßnahmen, um umweltschädigende Betriebsstörungen und Unfälle möglichst zu vermeiden und eventuelle Auswirkungen zu begrenzen.












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